Wer wir sind

Carsten Hampe ist Physiker mit Affinität zum Fahrrad. Seit 1985 Jahre baut er Fahrräder auf und beschäftigt sich mit der Haltbarkeit von Fahrradkomponenten.

Der Aufbau von individuellen Laufrädern ist eines seiner Hobbies.

Dabei stehen sowohl die handwerkliche Bearbeitung von Fahrrädern als auch insbesondere die praktische Benutzung derselben im Vordergrund.

Kontakt:

Dr. Carsten Hampe

Klütstraße 50
D-31787 Hameln
Tel.: +49 (0) 5151 9198 451
Mobil: +49 (0) 160 551 9691

e-mail: mailto: carsten.hampe@timepedal.de 

Mein Alltagsrad um 1985

1978 bin ich auf das Gymnasium Michelsenschule in Hildesheim gegangen. Ich kam in die große Stadt und jeden Tag an der Bahnhofsbuchhandlung und der Bahnhofsbibliothek vorbei.

In der Zeitschriftenhandlung lag ein "tour Magazin", welches mich in seinen Bann zog. In der Bahnhofsbibliothek lieh ich mir neben vielen Comics auch das legendäre Buch "Tour de France" von Hans Blickensdörfer vom Verlag Sigloch Edition, (heute erwerbbar für wenige €, ISBN 3893931600).

Beide Literaturen entfachten meine Leidenschaft für das Rennrad und ich lag meinen Eltern wohl oft in den Ohren mit meinem Wunsch nach einem Rennrad. Bis sie im Jahr 1985 meinem Wunsch nachgaben und 800 DM (deutsche Mark) investiert wurden.

Der Fahrradhändler riet von dem Invest einer derart hohen Summe in ein Fahrrad "ohne Licht, Schutzbleche und Gepäckträger" dringend ab. Ich war aber nicht abzubringen.

Winora Transeuropa von 1983:

Preis: 800,- DM (das entspricht etwa 400 € - heute kaum vorstellbar trotz Inflation).

Ursprüngliche Ausstattung: Shimano 600 Kurbel & Innenlager, 600 Naben, Altus Schaltung, Weinmann 605 Bremsen.

Laufräder: verchromte DD Speichen, Ambrosio Montreal Schlauchreifenfelgern.

Reifen: D'Alessandro, 280 g.

Lenker, Vorbau & Stütze: Sakae.

Sattel: SR Royal, später Selle San Marco Superleggera mit Alu-Gestell in blau.

Steuersatz: Tange Levin 1 Zoll.

Gewicht: 10,8 kg.

Winora Transeuropa im Einsatz

Die ersten Runden 1982 waren um den Osterwald: Oldendorf, Benstorf, Mehler Waldhaus, Klostergut Wülfinghausen, Eldagsen, Dörpe, Coppenbrügge, Marienau, Hemmendorf und wieder Oldendorf (ca. 30 km). Diese Runde brachte mich am Anfang schon an meine Grenzen.

Später war meine bevorzugte Strecke zur Marienburg und über den Osterwald (von einigen Ortsfremden auch "kleiner Deister" genannt). Genauer: Start in Oldendorf, Benstorf, Mehle, Elze, Burgstemmen, Nordstemmen, Marienburg, über den Hügel Richtung Schulenburg, vorher links, Adensen, Hallerburg, Eldagsen, Dörpe, Coppenbrügge, Marienau, Hemmendorf und wieder Oldendorf (ca. 50 km) Hier kam mein Winora zum Einsatz und ganz vereinzelt traf man auch mal einen Rennradfahrer aus Hannover, der zunächst über Dörpe, dann auch noch über den Ith in Lauenstein geradelt ist. Das ganze mit einem blauen Koga Miyata Pro mit Dura Ace - das hat mir damals Bewunderung abgerungen.

Alternativen waren Touren dazwischen, oder mal nach Heyersum und von dort nach Gronau. Später habe ich dann auch meinen Schulfreund Christian Rämisch in Bettrum mit dem Rad besucht.

Ich - stolz wie Bolle - mit meinem Winora Transeuropa in den wilden 90-igern. Die erste Modifikation: Selle Concor Geierschnabel in blau mit Alu-Gestell, damalig nur 220 g! Der Sattel hat bis ca. 1999 seinen Dienst getan, dann war das Leder durchgescheuert - das Alu-Sattelgestell ist immer noch intakt!
Klamotten: Hose Jaques Esclassan - die beste Hose, die ich bisher hatte! Super Elastan Material mit Hirschleder-Einsatz: einfach top. Leider ist JE später Konkurs gegangen.
Schuhe: SIDI Super Cycle mit Titansohle und Mesh-Obermaterial. Die SIDIs existieren heute immer noch und können jederzeit für Nostalgie-Aktionen genutzt werden - wie neu. War eben alles eine andere Qualität damals!

Winora Transeuropa heute

Mein Winora Transeuropa hat mich seit Anschaffung treu begleitet. Seit 1995 mit jährlich etwa 5.000 km wurde und wird es gut genutzt.

Es hat stets Updates erfahren und wurde für eine geplante Fahrradtour 1991 nach Frankreich zu einem "Reiserad" mit Rennradfahreigenschaften umgebaut. Dieser Zustand ist erhalten geblieben und wird von mir bei der täglichen Fahrt zur Arbeit sehr geschätzt.

In den letzten Jahren wurden die Lampen gegen leistungsfähige LED-Beleuchtungen ausgetauscht - seitdem kein Beleuchtungsausfall bei Abfahrten durch Verdampfen von Glühwendeln! Und auch noch mehr Licht.

In diesem Zustand gibt es folgende Verschleißteile:

Reifen: 1 Satz / Jahr (leider gibt es keinen Grand Prix mehr in gelb ;-(. Nicht nachvollziehbar und jammerschade.

Kette: Connex 8sx: alle 10.000 km, also alle 2 Jahre

Ritzel & Kettenblätter: alle 3-4 Jahre.

Sanyo Dynapower: alle 20 Jahre!

Im Bild ist der aktuelle Zustand zu sehen (Rahmen musste 2011 getauscht werden, weil mir jemand die Vorfahrt genommen hat).

Ausstattung

Ultegra Kurbel und Naben 6400 (danke an Olli Stahlhut, sie halten jetzt schon 25 Jahre).

Dura Ace: Innenlager 7400 (das alte Shimano 600 hat nur 26 Jahre gehalten;-)), STI-Bremsschalthebel, Sattelstütze.

Laufräder:
                vorn: Ultegra, DT Swiss Competition (DD 2,0-1,8-2,0), Mavic Open4CD silber, eingespeicht und in Benutzung seit 1997,
                hinten: Ultegra 8 fach, Sapim CX Ray Messer, Campagnolo Lambda, eingespeicht und in Benutzung seit 1997 zunächst mit Giro
                Prym Z Speichen, Speichentausch 2004.

Bremsen: Modolo Equipe blau eloxiert vorne, Weinmann 605 hinten.

Pedale: Look Competition PP75 - schwarz, laufen noch wie am ersten Tag!

Sattel: Flite Gel gelb, Pinarello Bestickung.

Steuersatz: WCW Nadellager, blau eloxiert (fermutlich Rudelli Nachbau oder Lizenznfertigung).

Vorbau: Modolo Motus.

Lenker: Ritchey Logic.

Gepäckträger: Kommbau Edelstahl, Bad Kaufungen - super!

Reifen: Conti GP 4000 gelb/orange - je nach Verfügbarkeit

Licht: Sanyo Dynapower Rollendynamo (im Leerlauf: 20 V~!), Supernova E3 Terraflux, B&M Diodenrücklicht.

2005 Tour d'Energie

4ter von links, im Conti-Trikot.
2ter von links, im Conti-Trikot.
 
2ter von links, im Conti-Trikot. Abfahrt nach Han. Münden.

2011 Tour d'Energie

Im Wind, kurz vor Rosdorf und fast im Ziel.
Mit Spaß dabei, kurz vor Meensen.

2012 Tour d'Energie

Abfahrt vom hohen Hagen - es war wirklich kalt.

2016 Calenberger Ronde

Vorm Start in Bennigsen bei der Calenberger Ronde 2016.

2016 Energiezentrum Dörentrup - elektrisch unterwegs!

Mit dem Rad nach Dörentrup zum Energiezentrum und dort macht das Fahren mit dem Elektroroller richtig Spaß!

2017 Jahresarbeit "Mit dem Rennrad auf den Brocken"

Rennrad Müsing Izalco neu aufgebaut und damit mit meinem Sohn Leander und Freund Lars auf den Brocken - ein tolles Erlebnis.

Mehr auch unter Brocken: Brocken und der Film auf Über uns ganz unten.

19.08.2017 erfolgreiche Auffahrt auf den Brocken.

2018 - Tour d'Energie Göttingen

Same procedure as last year? Same procedure as every year, James!

Getreu dem Motto bei der Tour d'Energie dabei.

Tour d'Energie 2018 Abfahrt vom hohen Hagen auf der 100 km Runde. Leider hatten die Veranstalter meine Anmeldung vertüddelt und ich mußte im Startblock F - den es übrigens garnicht gab - starten. Da war leider wenig mit mitlaufen angesagt und viel eigene Arbeit gefragt.

2018 Tour de France - Sarzeau

Ein schöner Tag bei der Tour de France am 11. Juli 2018. Wir sind mit dem Fahrrad nach Sarzeau gefahren, um ganz dicht ans Ziel heranzukommen. Am Ende standen wir ca. 1 m von der Ziellinie entfernt.

Aber die Krönung kam nach der Tour de France Etappe, als wir an einem benachbarten Supermarkt den ehemaligen deutschen Radprofi Jens Voigt getroffen haben.

Er war als Berichterstatter für das amerikanische Fernsehen bei der Tour und auch sonst sehr aufgeschlossen und gesprächig. Ein netter Kerl und nicht photoscheu! Danke Jens Voigt.

Treffen mit Jens Voigt am 11.07.2018 nach Zieleinlauf der Etappe nach Sarzeau.