Brocken - die Tour 19.08.2017

Jahresarbeit Leander: am 19. August 2017 war es soweit. Wir fahren auf den Brocken.

Für Interessierte ist die Tour ab Schierke auf dem Video zu sehen. Aus Zeitgründen sind einige Sequenzen schneller abgespielt.

Brocken

Wie kommt man auf die Idee, mit dem Rennrad auf den Brocken zu fahren?

Ganz einfach: der Großvater macht es vor! Er schwärmt und ist mächtig stolz auf die erbrachte Leistung.

Als für meinen Sohn Leander die Jahresarbeit der 8. Klasse anstand ist die Idee dazu entstanden und wurde schlußendlich mit einem tollen Gefühl und Erfolg umgesetzt.

Brockenturm am 19.08.2017 gegen 12.00 Uhr Mittag.

Planung

Wenn man mit der Familie und einem Freund den Termin koordinieren will, heißt es morgens früh aufstehen, dann nach Schierke, dort die Frau und Tochter ausladen, anschließend zurück nach Ilsenburg zum Treffpunkt um 9.00 Uhr. Wir haben uns dann den Parkplatz vom Kloster Drübeck als Startort auserkoren. Um 9.30 sind wir gestartet bei angenehmen 25°C. Geplant war, daß es während der Auffahrt schönes Wetter bei einigermaßen hohen Temperaturen war. Das hat gut geklappt.

Morgens um 8.00 Uhr in Schierke auf dem Parkplatz: Frau und Tochter abgesetzt, dann wieder runter nach Drübeck.

Wanderung zum Brocken

Ein paar Impressionen der Brockenwanderer seihen hier erlaubt, um die Schönheit des Aufstiegs - bei gutem Wetter - zu zeigen.

Brockenbahnbegegnung beim Wanderaufstieg.
Wasserlauf beim Wanderaufstieg.

Radaufstieg

Vom Kloster Drübeck sind es ca. 30 km Streckenlänge zum Brockengipfel mit ca. 700 Höhenmetern, die es zu überwinden gilt.

Von Drübeck geht es zunächst flach bergab nach Wernigerode, so daß man sich gut warmfahren kann und mit Geschwindigkeiten oberhalb 30 km/h unterwegs ist. In Wernigerode geht es dann an der Ampel rechts Richtung Schierke. Die Steigung beginnt in Hasserode (Ortsteil von Wernigerode und Ursprung des berühmten Pilseners).

Außerhalb des Ortes wird der Anstieg steiler, so daß die Höhenmeter bis Schierke gut überwunden werden. Nach einer langen Rechtskurve kommt dann ein flaches Stück Strecke von ca. 2 km Länge auf der L100, wo zum ersten Mal die Strecke der Brockenbahn gequert wird. Vorbei an Kukkis berühmter Suppenküche, dem Hotel "Der Kräuterhof" und der gegenüber liegenden Bahnstation beginnt in der kommenden Rechtskurve wieder die Steigung zur Straßenkreuzung Schierker Stern. Von dort geht es dann bergab nach Schierke,

In Schierke immer rechts halten und am Ortsende geradeaus/rechts in die Straße zum Brocken. Nach ca. 500 m kommt der letzte Parkplatz, an dem wir am Morgen die Frauen abgesetzt haben. Hier habe ich die Kamera angeschaltet, um den Film zu drehen. Kurze Wegstrecke nach dem Parkplatz kommt der Schlagbaum. Ab hier ist keine Autoverkehr mehr zu erwarten (es sei denn es ist gerade Brockenlauf). Einige wenige Pferdekutschen sind aber schon unterwegs.

Jetzt beginnt der schönste Teil, da man sehr naturnah fahren kann und nur wenige Personen unterwegs sind. Allerdings kommen auch ein paar steilere Anstiege. Der erste nach der ersten scharfen Rechtskurve nachdem man vorher noch einen Blick auf den Wurmberg nehmen konnte. Es geht stetig bergan, eine Rechtskurve über das Schwarze Schluftwasser, dann über die Gleise der Brockenbahn. Nach der nächsten Linkskurve geht es ziemlich steil bergauf bis zur Linkskurve am Gelben Brink (geradeaus geht es nach Ilsenburg für Wanderer). Hiernach geht es wieder ziemlich steil, dafür aber nur kurz Richtung letzter Gleisquerung. Kurz vor der Gleisquerung kommen die Wanderer auf die Strecke und es wird belebter. An der Gleisquerung wird es wieder steiler bis zur Rechtskurve an der Schutzhütte. Hier ist die steilste Stelle und man muß schon ordentlich Treten. Kurz danach wird es etwas flacher und auf der linken Seite erscheinen bereits die Türme und kündigen das Ziel Brockengipfel an.

Blick vom Gipfel zur Brockenbahnstation mit ankommenden Radfahrern, hier Leander und Lars.
Nahaufnahme von Leander und Lars kurz vor dem Ende des asphaltierten Weges.
Carsten kurz vorm Ziel, aufgrund des schlechteren Watt/Masse-Verhältnisses ca. 1 Minute später.

Ankunft

Es ist ein tolles Gefühl oben anzukommen. In unserem Fall auch noch unterstützt durch die vorausgewanderte Familie und Freunde.

Wir können die Tour zum Brocken nur empfehlen: die Straße ist in einem Top-Zustand, bei schönem Wetter ein großartiges Vergnügen!

Ich denke, die Bilder sprechen für sich.

Oben auf dem Gipfel waren es dann nur noch 15°C und ein heftiger Wind. Für die Abfahrt benötigten wir Windjacke bzw. Weste. Je nach Temperaturempfinden benötigt man eventuell noch mehr Kleidung, da der Fahrtwind bei der Abfahrt doch ordentlich kühlt.

Von Drübeck benötigt man eigentlich keine Nahrung, nur Trinken. Oben auf dem Brocken kann man das Restaurant mit DDR-Charm nutzen. Das Essen ist gute Hausmannskost - aber Achtung: Kunde droht mit Auftrag;-).

 

Die drei Helden.
Nach ein paar Schritten an historischer Stelle - allerdings bei kühlem Wind.
Und nochmal.
Der jüngste von den drei Helden: Leander. Noch erschöpft aber stolz und froh.
Nochmal die drei Helden.
Das ganze Team (Wanderer und Radfahrer).

Zukunft

Die Tour zum Brocken wird für uns eine Traditionsveranstaltung. 2018 sind wir in gleicher Besetzung wieder hochgefahren.

Leider haben wir uns als Termin den Tag ausgesucht an dem der Brockenlauf stattfand. Ab dem Gelben Brink war die Strecke sehr voll mit Läufern, die sich nicht um die Verkehrsregeln scheren. Auf der Abfahrt hatten wir dann dummerweise ein Pressauto vor uns, was den Spaß an der Abfahrt deutlich geschmälter hat - dafür war es aber nicht kalt, wenn man mit maximal 25 km/h den Brocken abfährt.

Video von der Auffahrt 2017 ab Schierke auf der Seite Laufräder und Müsing Izalco ganz unten, bitte runterscrollen!